ÖH Wahl

Allgemeine Infos

Von 18. bis 20. Mai finden dieses Jahr wieder die Wahlen zur Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) statt. Hier haben alle Studierenden die Möglichkeit, ihre Interessenvertretung zu wählen und damit die Richtung der Vertretungsarbeit in den kommenden zwei Jahren maßgeblich mitzubestimmen. Aktuell werden in der Corona-Pandemie auch die Studierenden im Stich gelassen. Die türkis-grüne Regierung hat es nicht geschafft, finanzielle Sicherheit zu bieten, Sicherheitskonzepte für Präsenzlehre zu erstellen oder eine qualitative, digitale Infrastruktur an den Hochschulen zu errichten. Gerade jetzt ist eine starke Interessenvertretung umso wichtiger!



Deshalb treten wir, der Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ), bei den ÖH-Wahlen an. Wir stehen für eine Interessenvertretung ein, für die die Bedürfnisse von uns Studierenden kompromisslos an erster Stelle stehen. Als VSStÖ wollen wir gemeinsam mit dir für Verbesserungen an den Hochschulen eintreten.


Dieser Einsatz ist nur möglich, wenn so viele Studierende wie möglich von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Je mehr Studierende ihre Interessensvertretung wählen, desto stärker ist deren Legitimation gegenüber Ministerien, Hochschulen und Fakultäten. Und das heißt für euch: Eure Studierendenvertretung kann stärker für eure Anliegen kämpfen. Nutze auch du deine Stimme und mach dein Kreuz beim VSStÖ!



Infos zur ÖH-Wahl

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) ist die gesetzliche Interessenvertretung aller Studierenden in ganz Österreich und vertritt sie gegenüber Lehrenden, Rektoraten sowie der Bundesregierung.

 

Die ÖH-Wahlen finden dieses Jahr von 18. bis 20. Mai 2021 an allen Hochschulen in Österreich statt. Auf Fachhochschulen kann auch schon am 14. und/oder 15. Mai gewählt werden. Dabei kannst du auf drei Ebenen deine Stimme abgeben und mitbestimmen, wer deine Vertretung ist:

 

 

  • Studienvertretung: Hier bestimmst du, wer in den kommenden zwei Jahren deine Interessen innerhalb deiner Studienrichtung vertritt. Dabei kannst du – je nach Größe deines Studiengangs – 3 bis 5 Vertreter_innen mittels Personenwahl wählen. Die Studienvertretung vertritt dich gegenüber deiner Studienprogrammleitung und arbeitet z.B. an der Erstellung neuer Curricula mit. Achtung: Die Studienvertretung kann nicht per Briefwahl gewählt werden!

 

  • Hochschulvertretung: Bei der Wahl für die lokale Vertretung an deiner Hochschule kannst du eine Liste bzw. Fraktion wählen. Die Hochschulvertretung vertritt dich gegenüber der Leitung deiner Hochschule und berät dich z.B. bei hochschulspezifischen Problemen.

 

  • Bundesvertretung: Auch bei der Wahl für die Vertretung auf Bundesebene kannst du eine Liste bzw. Fraktion wählen. Die Bundesvertretung vertritt dich gegenüber dem Bundesministerium für Wissenschaft und sitzt z.B. bei Gesetzesverhandlungen mit am Tisch.

 

Solltest du an den Wahltagen keine Zeit haben, kannst du deine Stimme auch via Briefwahl gültig machen. Alle Infos dazu findest du auf wahl.oeh.ac.at! Nutze auf jeden Fall dein Recht und gib deine Stimme bei der Wahl ab – nur gemeinsam können wir etwas verändern!

Du hast auch die Möglichkeit die Österreichische Hochschüler_innenschaft und die Hochschulvertretungen per Brief zu wählen. 

Um per Briefwahl wählen zu können, musst du bis 11. Mai eine Wahlkarte beantragen.

 

Die Briefwahl kann auf 3 Arten beantragt werden:
  • Online auf der Homepage der Österreichischen Hochschüler_innenschaft
  • Per eingeschriebenen Brief schriftlich bei der Bundeswahlkommission
  • Direkt vor Ort bei der Bundeswahlkommission

 

Wenn du die Wahlkarte online beantragst, hast du zwei Möglichkeiten dich auszuweisen. Entweder du lädst direkt einen der erlaubten Lichtbildausweise (Reisepass, Führer_innenschein, Personalausweis oder Studierendenausweis) hoch oder du bestätigst deine Identität per Handysignatur.

Wenn du deine Wahlkarte per schriftlichem Antrag bei der Bundeswahlkommission beantragst, bestätigst du deine Identität durch Beigabe der Kopie deines Studierendenausweises, Personalausweises, Reisepasses oder deines Führer_innenscheines.

Auch wenn du deine Wahlkarte persönlich bei der Bundeswahlkommission beantragst, brauchst du einen der oben genannten Ausweise, um deine Identität zu bestätigen.

Deine Identität wird dann von der Bundeswahlkomission überprüft. Beachte, dass dein Antrag erst am 8. April endgültig geprüft werden kann, da erst an diesem Datum das endgültige Wähler_innenverzeichnis feststeht und geprüft werden kann, ob du wahlberechtigt bist.

Du kannst dir aussuchen, ob dir die Wahlkarte zugeschickt werden soll oder du sie selbst in der Bundeswahlkommission abholst. Solltest du dich dazu entscheiden, dass sie dir zugeschickt wird, erhälst du nachdem deine Identität geprüft wurde, von der Bundeswahlkommission ein E-Mail an deine Hochschuladresse, mit dem du bestätigen musst, dass dir die Wahlkarte zugesandt werden soll. Beachte, dass du die Wahlkarte persönlich entgegennehmen musst!

 

Wenn du die dafür entschieden hast, dir die Wahlkarte zuschicken zu lassen, erhältst du ein Kuvert mit folgendem Inhalt:
  • Den (blauen) Stimmzettel für die Wahl der ÖH Bundesvertretung
  • Beige Stimmzettel für alle Hochschulvertretungen, für die du Wahlberechtigt bist
  • Ein Kuvert in der jeweiligen Farbe für jeden einzelnen Stimmzettel
  • Die eigentliche Wahlkarte (ein verschließbares Kuvert in A4)
  • Ein personalisiertes Begleitschreiben, in dem Beschrieben wird, wie du wählen musst

 

Hast du deine Wahlkarte erhalten, kannst du direkt von zuhause aus wählen. Beachte, dass du, nachdem du alle Stimmzettel in das richtige Kuvert gegeben hast, diese in das Wahlkuvert gibst, und anschließend die eidesstattliche Erklärung unterschreibst, um zu erklären, dass du die amtlichen Stimmzettel persönlich, unbeobachtet und unbeeinflusst ausgefüllt hast.

Die Wahlkarte kann dann entweder persönlich bei der Bundeswahlkommission abgegeben werden oder durch Übermittlung per Post oder Boten an diese weitergeleitet werden. Die Wahlkarte muss bis spätestens 19. Mai 18:00 eingelangt sein. Das bedeutet, dass nicht der Poststempel zählt, sondern dass sie tatsächlich am 2. Wahltag um 18:00 bei der Bundeswahlkommission sein muss! 

Wir empfehlen dir deine Wahlkarte persönlich zur Post oder zur  Bundeswahlkommission zu bringen, weil nur dann garantiert werden kann, dass dein geheimes Wahlrecht gewahrt bleibt und deine Stimme wirklich ankommt.

Auch wenn du eine Wahlkarte beantragt hast, kannst du trotzdem noch an deiner Hochschule, in der für dich zuständigen Unterkommission, deine Studienvertretungen wählen.

Anders als bei Nationalratswahlen kannst du mit deiner Wahlkarte nicht in jeder Unterkommission wählen, wenn du dein Wahlrecht doch noch persönlich wahrnehmen möchtest. Du musst dann mit deiner Wahlkarte, allen Stimmzetteln und dem Begleitschreiben in deine zuständige Unterkommission gehen, diese dort abgeben und erhältst dann vor Ort den Stimmzettel deiner Unterkommission für die Bundesvertretung, die Hochschulvertretung und die Studienvertretung.

Wir Studierende können selbst bestimmen, wer uns vertritt. Durch unseren Einsatz ist es gelungen, dass die ÖH-Bundesvertretung nun direkt gewählt werden kann. Die Wahlen sind somit nun demokratischer und transparenter. Auch die Staatsbürger_innenschaft entscheidet nicht darüber ob du wählen darfst oder nicht. Alle ordentlichen ÖH Mitglieder – also alle, die den ÖH Beitrag bezahlt haben – sind aktiv und passiv wahlberechtigt.

Wahlberechtigt sind alle Studierende der Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen, Privatuniversitäten und öffentlichen Universitäten.

Wahlprogramm TU Wien

Wessen Uni?

Unsere Uni!

 

Dass wir in 6 Semestern den Bachelor schaffen sollen, klingt wie ein schlechter Scherz. Fast niemand von uns schließt sein Studium in dieser Zeit ab. Und  mit den zwei Toleranzsemestern ist uns nicht viel weiter geholfen. Weniger als ein Viertel von uns schafft den Bachelorabschluss innerhalb der Toleranzstudiendauer1. Die durchschnittliche Studiendauer für den Bachelor liegt an der TU sogar bei 9,822! Es ist also höchste Zeit die Toleranzsemester daran anzupassen. 

 

Auch 30 ECTS klingen eher wie ein Traum als ein wirklicher Semester-Plan. Der Großteil von uns muss neben dem Studium arbeiten um sich das Leben finanzieren zu können. Andere von uns müssen sich um Familienmitglieder kümmern oder leiden unter dem psychischen Druck der durch das Studium ausgeübt wird. Nachdem an der Durchschnittsstudiendauer klar zu erkennen ist, dass fast niemand den Bachelor in 6 Semestern abschließen kann, fordern wir, dass auch Studienpläne für 8, 10 und 12 Semester ausgearbeitet werden müssen, um Platz für die tatsächlichen Lebensrealitäten der Studierenden zu schaffen.

 

Oft müssen wir auch zu Prüfungen mehrmals antreten – die TU ist auch an anderen Hochschulen für schwere Prüfungen mit hohen Durchfallquoten bekannt. Um aus den sowieso sehr stressigen Prüfungssituationen unnötigen Druck zu nehmen, fordern wir, dass die regulären Antritte von 3 auf 5 erhöht werden. 

 

Außerdem bekommen wir die Infos wann unsere Lehrveranstaltungen stattfinden und welche überhaupt angeboten werden erst sehr kurz vor Semesterbeginn. Vor allem für berufstätige Studierende erschwert das die Planung des kommenden Semesters erheblich und erzeugt viel Stress durch die entstehende Unsicherheit. Wir fordern daher, dass spätestens 6 Wochen vor Semesterbeginn feststeht, welche LVA’s angeboten werden und wann diese stattfinden!

 

Es ist Zeit für:

  • Anpassung der Toleranzsemester
  • Teilzeit-Studienpläne
  • mehr Prüfungsantritte
  • mehr Planbarkeit

 

1 Wissensbilanz 2019, TU Wien, Seite 87 (https://www.tuwien.at/fileadmin/Assets/tu-wien/Ueber_die_TU_Wien/Berichte_und_Dokumente/Wissensbilanz/TUW_Wissensbilanz_2019.pdf)
2https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bildung/hochschulen/studienabschluesse/121695.html

Mehr Raum 

für uns Studierende

 

Wir Studierende verbringen den Großteil unserer Zeit damit zu lernen, Abgaben vorzubereiten oder im Labor zu stehen. Vor allem in Zeiten von Covid-19 sind wir gezwungen fast alles von zuhause aus zu machen. Aber das ist nicht immer so einfach: viele von uns haben zuhause keinen Drucker, nicht genug Platz für einen riesigen Schreibtisch oder können sich  einfach nicht so gut konzentrieren. 

 

Kurz gesagt: Viele von uns lernen, schreiben oder bauen ihre Modelle lieber in der Uni als im WG-Zimmer. Und dafür sollte auch der Platz da sein! Es braucht genug Lernplätze für alle! 

Nicht nur in den Bibliotheken, sondern auch in den Lernräumen der unterschiedlichen Standorte muss es genug Platz für Gruppenarbeiten oder einfache Mittagspausen geben!

 

Wir fordern, dass ungenutzte Hörsäle und Seminarräume als Lernräume zur Verfügung stehen und es eine Übersicht gibt, welche Hörsäle gerade zum Lernen zur Verfügung stehen. Zusätzlich braucht es auch noch weitere Lernräume über alle Standorte verteilt um Platz für alle Studierenden zu garantieren.

 

Außerdem fordern wir, dass Lehrveranstaltungen, insbesondere Vorlesungen, auch weiterhin als Streams angeboten werden. Diese sollten aufgezeichnet werden und damit flexibel jederzeit und überall uns Studierenden zur Verfügung stehen. Damit soll auch die Verfügbarkeit von hochwertigen Lernmaterialien erleichtert und somit Wissen besser zugänglich gemacht werden.

 

Es ist Zeit für:

  • ein ausreichendes Angebot von Lernräumen
  • flächendeckende Aufzeichnung & on-Demand Angebot von LVA’s
  • Öffnung der Hörsäle als Lernräume

Antidiskriminierung

 

“Das war sicher nicht so gemeint“ und „so schlimm ist das jetzt auch wieder nicht“ sind Sätze, die Studierende, die von Diskriminierung betroffen sind, oft hören müssen. Egal ob es um den sexistischen Kommentar der_des Lehrenden oder um die fehlende Barrierefreiheit in der Lehrveranstaltung geht, zu oft werden betroffenen Personen ihre Diskriminierungserfahrungen abgesprochen.

 

Antirassismus muss auch an der TU Wien ankommen und rassistische Vorfälle ernst genommen werden. Wir fordern ein Antirassismus-Referat an der HTU, das als Anlaufstelle bei rassistischen Vorfällen und als safe(r) space für von Rassismus betroffene Studierende dienen soll.

 

Die TU muss einen respektvollen Umgang mit allen Studierenden fördern. Wir fordern Sensibilisierungsschulungen für Lehrende, um sie auf ihren unbewussten Gender-Bias aufmerksam zu machen. Auch wenn Frauen noch eine Minderheit unter den Professor_innen darstellen, soll keine Studentin jemals das Gefühl vermittelt bekommen, dass Frauen keinen Platz in der Technik hätten.

 

Schon vor COVID-19 hatten viele Studierende Probleme mit ihrer psychischen Gesundheit, die Pandemie hat die Lage für viele noch schlimmer gemacht. Wir fordern eine umfangreiche Bewerbung der bereits bestehenden Beratungsangebote für Studierende und bei Bedarf den Ausbau dieser. Weiters fordern wir, dass sich die HTU intensiv mit der Thematik auseinandersetzt und in einer Kampagne auf die Situation von Studierenden mit psychischen Erkrankungen hinweist.

 

Als queere Person zu studieren kann sich oft sehr einsam anfühlen. Studienkolleg_innen können nicht immer nachvollziehen, welchen Herausforderungen queere Personen an der Uni und im Alltag begegnen und vor allem Studierende, die neu in Wien sind, haben wahrscheinlich noch keinen queeren Freundeskreis. Wir fordern regelmäßige Treffen für queere Studierende, die zum Erfahrungsaustausch, zum Vernetzen und einfach zum Plaudern mit anderen Mitgliedern der queeren Community genutzt werden können.

 

Es ist Zeit für

  • ein Referat für Antirassismus an der HTU
  • verpflichtende Sensibilisierungsschulungen für Lehrende
  • eine Kampagne zur mentalen Gesundheit von Studierenden
  • regelmäßige Vernetzungstreffen für queere Studierende

Bildung statt Ausbildung

für eine diverse Lehre

 

Als Studierende an der TU wissen wir, wie wichtig es ist, sich tiefgehend mit verschiedenen Aspekten eines spezifischen Themas auseinandersetzen zu können. In der universitären Bildung muss Studierenden jedoch auch die Möglichkeit gegeben werden, über den Tellerrand hinaus zu blicken und auch gesellschaftliche Themen in Bezug auf das Studium zu betrachten.

 

Durch eine breites Angebot an Wahlfächern soll die Auseinandersetzung mit Aspekten wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Politik, Ethik und Gender für Studierende aller Studiengänge zugänglich gemacht werden.

 

Außerdem sollten allgemeine Fächer ins Curriculum aufgenommen werden, die beispielsweise auf grundlegende politische Themen wie die Struktur unserer Demokratie eingehen und Raum zum kritischen Diskurs schaffen. Nur so kann ein Studium mehr als eine Ausbildung für das spätere Berufsleben sein.

 

Die Diversität der Gesamtgesellschaft spiegelt sich in den Posten der TU kaum wieder und eine Verbesserung der Repräsentation geht nur schleppend voran, wie etwa an der niedrigen Frauenquote unter den Professuren von 15%1 zu sehen ist. Deshalb braucht es eine gezielte Förderung von FLI*NT-Personen2 und BPoC3 in der Lehre und den Strukturen der Universität. So können wir ein ehrliches Abbild der gesellschaftlichen Zusammensetzung auch an der Hochschule schaffen.

 

Es ist Zeit für eine TU, die ihre Augen nicht vor gesellschaftspolitischen Problemen verschließt, sondern aktiv an deren Lösung arbeitet.

 

Es ist Zeit für:

  • ein breites Angebot an Wahlfächern
  • allgemeinbildende Fächer im Curriculum
  • aktive Förderung von FLI*NT-Personen und BPoC in Führungspositionen

 

1 https://www.tuwien.at/tu-wien/ueber-die-tuw/zahlen-und-fakten

2 FLI*NT steht für Frauen, Lesben, inter*, nicht binäre und trans Personen

3 BPoC steht für Black and People of Colour